
Hitzewellen gehören inzwischen zum europäischen Sommer dazu, und unsere Haustiere leiden deutlich stärker unter der Hitze als wir. Hunde schwitzen nicht wie wir und kühlen sich vor allem durch Hecheln ab, während Katzen ihr Unwohlsein verbergen, wodurch ein Hitzschlag leicht übersehen wird. Diese Seite zeigt die Warnzeichen bei Hunden und Katzen, was im Notfall zu tun ist, wie Sie Ihr Tier abkühlen und wo Sie mit Ihrem Haustier der Hitze entkommen können.
Ein Hitzschlag kann sich rasch entwickeln. Lernen Sie die ersten Anzeichen zu erkennen und handeln Sie, bevor es lebensbedrohlich wird.
🚨 Ein Hitzschlag ist ein tierärztlicher Notfall
Wenn Sie einen Hitzschlag vermuten, handeln Sie ruhig und schnell. Ziel ist es, die Temperatur schrittweise zu senken, während Sie tierärztliche Hilfe holen.
Ein geparktes Auto heizt sich gefährlich schnell auf, selbst im Schatten und mit einen Spalt geöffneten Fenstern. Lassen Sie Ihr Tier stattdessen zu Hause, wo es kühler ist.
Vermeiden Sie die heißesten Stunden des Tages. Bleiben Sie bei den kühleren frühen Morgen- und späten Abendstunden, und gestalten Sie Spaziergänge kürzer und langsamer als gewohnt.
Halten Sie sieben Sekunden lang den Handrücken auf den Boden. Ist es zu heiß für Ihre Hand, ist es auch zu heiß für die Pfotenballen Ihres Hundes: Warten Sie oder weichen Sie auf Gras aus.
Stellen Sie drinnen und draußen reichlich frisches Wasser und schattige Plätze bereit. Nehmen Sie bei Ausflügen Wasser mit, damit Ihr Tier trinken kann, wann immer es das braucht.
Verwenden Sie eine Kühlmatte, ein feuchtes Handtuch zum Liegen oder ein flaches Planschbecken für Hunde, die Wasser mögen. Lüften Sie die Räume und halten Sie die Vorhänge gegen die Sonne geschlossen.
Kurznasige (brachyzephale) Hunde und Katzen sowie ältere, übergewichtige und dichtbefellte Tiere leiden am meisten unter der Hitze und brauchen engere Beobachtung und sanftere Bewegung.
Lüften Sie die Räume, bieten Sie mehrere Wasserstellen in der Wohnung an, und halten Sie Katzen während der größten Hitze drinnen. Hecheln bei einer Katze ist ein Warnzeichen, rufen Sie sofort Ihren Tierarzt.
Kurznasige (brachyzephale) Rassen wie Bulldoggen, Möpse und Perserkatzen sind am gefährdetsten, da ihre kurzen Atemwege das Abkühlen durch Hecheln deutlich erschweren. Auch ältere Tiere, Welpen und Kätzchen, übergewichtige Haustiere, Tiere mit dichtem Fell sowie jedes Tier mit Herz- oder Atemproblemen überhitzen leichter und brauchen zusätzlichen Schutz.
Wenn es zu Hause zu heiß wird, ist es für Ihr Tier oft am besten, gemeinsam an einen kühleren Ort zu fahren. Hier sind acht hundefreundliche Orte, an denen Seen, Küste und Berge die Sommertemperaturen milder halten.
Französische Alpen
Der klare Alpensee und die Bergluft sorgen für Frische, mit schattigen Uferwegen und hundefreundlichen Badestellen.
Ziel ansehen →Schweizer Alpen
Zwischen zwei kühlen Alpenseen gelegen und von hohen Gipfeln umgeben, bleibt es im Sommer angenehm, mit schattigen Talwanderungen für Hunde.
Ziel ansehen →Zentralschweiz
Der See und die umliegenden Berge mildern die Sommerhitze, und schattige Uferpromenaden bieten leichte Spaziergänge mit Hund.
Ziel ansehen →Bretagne
An der Atlantikspitze der Bretagne halten Meeresbrisen die Sommer mild, mit windigen Küstenwegen und Stränden, die außerhalb der Saison Hunde willkommen heißen.
Ziel ansehen →Bretagne
Am geschützten Golf von Morbihan mildert die Meeresluft die Sommerhitze, mit sanften hundefreundlichen Küsten- und Hafenspaziergängen.
Ziel ansehen →Atlantikküste, Frankreich
Atlantikbrisen und Pinienwälder rund um die Bucht halten es kühler als im Landesinneren, mit schattigen Pfaden und Stränden, die außerhalb der Saison Hunde willkommen heißen.
Ziel ansehen →Atlantikküste, Frankreich
Der Ozean mildert die Sommerhitze an diesem Abschnitt der Atlantikküste, mit windigen Hafenspaziergängen und Uferwegen, die ideal für Hunde sind.
Ziel ansehen →Norwegische Fjorde
Umgeben von Fjorden und Bergen bleiben die Sommer hier kühl und frisch, mit grünen Hangwegen, die Hunde gerne erkunden.
Ziel ansehen →Es gibt keine einzelne sichere Zahl, da es von Luftfeuchtigkeit, Rasse, Alter und Aktivität abhängt. Als Faustregel steigt das Risiko stark an, sobald es warm wird, und Risikotiere wie kurznasige, ältere, übergewichtige oder dichtbefellte Tiere können schon bei moderaten Temperaturen leiden. Achten Sie deshalb auf Ihr Tier und nicht nur auf das Thermometer.
Ja, aber planen Sie um die Hitze herum. Reisen Sie in den kühleren Tagesstunden, lassen Sie Ihr Tier niemals in einem geparkten Auto, nehmen Sie ausreichend Wasser mit und machen Sie Pausen, und wählen Sie wenn möglich ein kühleres Reiseziel. Ist Ihr Tier sehr jung, alt oder ein Risikotier, ist es unter Umständen sicherer, das Ende der Hitzewelle abzuwarten.
Ja. Kurznasige (brachyzephale) Hunde und Katzen, wie Bulldoggen, Möpse, Französische Bulldoggen und Perserkatzen, haben verkürzte Atemwege, was das Abkühlen durch Hecheln deutlich erschwert. Sie überhitzen schneller und gefährlicher als andere Tiere und brauchen daher bei heißem Wetter mehr Schatten, Ruhe und aufmerksame Beobachtung.